Jahreshauptversammlung 2025

Kirchlinteln. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchlinteln will mit Spenden und aus Mitteln des Fördervereins einen Mannschaftstransportwagen beschaffen. So haben die Brandschützer es auf ihrer Jahreshauptversammlung kürzlich beschlossen. Hintergrund für diesen Bedarf an zusätzlicher Transportkapazität ist die sehr erfolgreiche Jugendarbeit der Kirchlintler Feuerwehrleute. Insgesamt sind 50 Mitglieder als Feuerwehrnachwuchs aktiv. Davon sind 19 in der Kinderfeuerwehr und 31 in der Jugendfeuerwehr. Für die Kinderfeuerwehr gibt es sogar eine Warteliste mit 25 Kindern, weil die Nachfrage so groß sei. „Wir müssen jetzt etwas finden für die Nachwuchsarbeit“, erläuterte Ortsbrandmeister Florian Noss den zeitlichen Druck für das Vorhaben. Gemeindebrandmeister Holger Müller erklärte, dass eine Beschaffung über die Gemeinde Kirchlinteln angesichts der leeren Kassen und der sehr langfristigen Investitionsplanung zu langwierig für den aktuellen Bedarf wäre. Deswegen bitten die Feuerwehrleute um Spenden für das neue Fahrzeug, das besonders für die Jugendarbeit eingesetzt werden soll und nicht im Einsatzdienst eingeplant wird. 
Aber auch die gesamte Feuerwehr werde diesen Kleinbus nutzen, um alle Mitglieder bei den unterschiedlichsten Aktivitäten zu transportieren „Potentielle Spender können sich sehr gerne an unseren Förderverein wenden. Dessen Vorsitzender Uwe Wellage freut sich über die gut investierten Zuwendungen in unseren Feuerwehrnachwuchs ebenso wie ich als Ortsbrandmeister“, sagte Noss. Kontakte finden Interessierte über die Website der Feuerwehr Kirchlinteln unter: https://feuerwehr-kirchlinteln.de/ Als Bestätigung ihrer hervorragenden Jugendarbeit wurden die Kinderfeuerwehrwartin Nina Spehling und ihr Stellvertreter Hermann Gerken übrigens einstimmig im Amt bestätigt. 
Außerdem stellte Noss die neue Aufgabenverteilung in der Führung der Stützpunktfeuerwehr mit 114 Mitgliedern vor. „Der Verwaltungsaufwand ist ein riesiger Rattenschwanz“, beschrieb er die Herausforderung. Neben den zahlreichen Lehrgängen, den 30 Einsätzen und den insgesamt 5306 Dienststunden müsse sehr viel Papierkram erledigt werden. Dazu sei das Ortskommando nun gut aufgestellt und hat Marco Eggers aufgenommen für sein neues Aufgabenportfolio, um die Aufgaben effizient auf mehrere Schultern zu verteilen. Angesicht der vielen Aufgaben äußerte Ortsvorsteher Hermann Meyer seinen großen Respekt vor der ehrenamtlichen Arbeit in der Feuerwehr Kirchlinteln. Für die höchste Dienstbeteiligung ehrte Noss gleich mehrere Feuerwehrkameraden. Stefan Bomnüter war bei 24 von den 30 Einsätzen in 2025 dabei und Felix Herrmann sowie Marvin Gatzke glänzten bei den Übungsdiensten. Finn Behrens war am häufigsten bei den beiden Kategorien im Feuerwehrhaus im Dienst. In den Reihen der Einsatzabteilung mit 49 Mitgliedern konnte Holger Müller als neue Feuerwehrfrau Swantje Maas und als neuen Feuerwehrmann Maximilian Kugler vereidigen. Aus dem aktiven Dienst wurde Bernd Kruse nach langjährigem in der Feuerwehr Kirchlinteln verabschiedet. Als Jubilare wurden Joachim Köhler für 40 Jahre und Bernd Heitmann für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Heitmann gehörte 1975 zu den ersten Mitgliedern der Jugendfeuerwehr in Kirchlinteln, die vom kürzlich verstorbenen ersten Lintler Jugendwart Ernst Mauer gegründet wurde. Weiter erhielt Maik Brettschneider die Hochwassermedaille für seine Hilfe beim Allerhochwasser Anfang 2024. 
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Ulf Carstens berichtete über den Fortschritt bei der Erweiterung der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Verden-Ost. Dort ist nämlich der Abrollbehälter Rüst stationiert, der von den Kirchlintler Feuerwehrkräften im Einsatzfall besetzt wird, wenn es zu größeren Lagen auf den Autobahnen zum Beispiel kommt. Holger Müller lobte nochmals die vorbildliche Jugendarbeit und wies abschließend auf das Jahresmotto 2026 des Landesfeuerwehrverbandes „Stark durch Zusammenhalt hin“. -lee